1 + 1 > 2 – Theologie konfessionell-kooperativ

 

Warum?

Der schulische Religionsunterricht (RU) steht derzeit vor grundlegenden Veränderungen. Angesichts rasch wachsender religiös-weltanschaulicher Pluralität und Heterogenität kann der klassische konfessionelle RU in der schulischen Realität immer seltener umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund haben sich Formen des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts (kokoRU), den Religionsgemeinschaften gemeinsam gestalten und für konfessionell gemischte Schüler:innengruppen durchführen, entwickelt.
Diese Projektlehre bietet als Community of Practice aller am Religionsunterricht Beteiligten (Studierende, Religionslehrkräfte und Lehrende der Theologie) eine Plattform des gemeinsamen Austauschens, Erprobens und Reflektierens, um so auf den kokoRU vorzubereiten und ein entsprechendes Instrumentarium für die Unterrichtspraxis an die Hand zu geben.

 

Was?

Im Rahmen des Projekts „1+1>2 – Theologie konfessionell-kooperativ“ sollen in den kommenden Semestern konfessionell-kooperative Lehrveranstaltungen mit innovativen Lehrformaten für (Theologie-)Studierende und für Religionslehrkäfte von Dozierenden der unterschiedlichen theologischen Disziplinen angeboten werden. Die als Blockveranstaltungen angelegten konfessionell-kooperativen Seminare mit Aus- und Fortbildungscharakter für Studierende und Lehrpersonen verbinden die verschiedenen Phasen der Lehrer:innenbildung und sollen in Kooperation mit Religionskursen der gymnasialen Oberstufe stattfinden.
In diesem Format praxisverzahnter Lehre bilden die von den Oberstufenschüler:innen formulierten theologischen Fragen zu einem aktuell brisanten Thema die Grundlage für die Erarbeitung einer praxisorientierten Expertise. Hierfür entwickeln Studierende gemeinsam mit Lehrpersonen digitale Lernprodukte, beispielsweise in Form von Lernvideos, die über das bereits etablierte Format Theologie live ausgespielt werden, oder als Statements von Expert:innen, die in Videokonferenzen in den schulischen Unterricht übertragen werden können.

 

Wann?

Bereits im kommenden Wintersemester 2022/2023 beginnt die erste Lehrveranstaltung des Projektes 1+1>2 mit dem Blockseminar „Gender zwischen Ethik und Exegese“ unter der Leitung von Prof. Dr. Dorothea Erbele-Küster und Dr. Stephanie Höllinger:

 

 

Die Vorbesprechung des Blockseminars findet am Donnerstag, den 27. Oktober 2022, von 18:15 Uhr bis 19:45 Uhr statt.

 

Wer?

 

Wie?

Neugierig geworden? Lust bekommen, neue Lehr- und Lernformate gemeinsam zu entwickeln? Sei DABEI! Die Anmeldung zu dem Seminar ist für Studierende in der zweiten und dritten Anmeldephase über JOGU-StINe möglich.

Sie sind Lehrperson an einer Schule und haben Interesse, konfessionell-kooperative Lernprodukte gemeinsam mit Studierenden zu entwickeln und zu evaluieren? Ihr Oberstufenkurs setzt sich gerne mit aktuellen theologischen Fragen auseinander? Nehmen Sie Kontakt auf!
Weitere Informationen über eine mögliche Kooperation mit Ihrem Oberstufenkurs sowie die Anmeldung zu der Blockveranstaltung als Fortbildung erfolgen per E-Mail.

 

 

 

 

Kontakt
Prof. Dr. Stefan Altmeyer & Prof. Dr. Michael Roth

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Fachbereich 01

Wallstraße 7-7a

D-55099 Mainz

religionspaedagogik@uni-mainz.de