Stimmen aus dem LLF

Religionsunterricht konfessionell-kooperativ (WiSe 20/21)

Konfessionell- kooperativen Unterricht planen? - Das hört sich gut an! Meine positive Einstellung hat sich vom Anfang bis zum Ende des Seminars aufrecht gehalten. Insbesondere als wir die wochenlange, theoretische Planung endlich in der Praxis umsetzen und konfessionell kooperativ unterrichten konnten, war der Höhepunkt des Seminars erreicht. Konfessionell- kooperativ bedeutet für mich nicht bloß Klassen aufgrund von mangelnden Schülerinnen und Schülern zu füllen, sondern den Lernenden beizubringen, dass wir untereinander doch gar nicht so verschieden sind und verschiedenen glauben, wie man doch annehmen könnte. Durch die Teilnahme am Seminar würde ich behaupten, habe ich meine Kompetenzen im Hinblick auf eventuelle Umstrukturierungen im Bereich des katholischen und evangelischen Religionsunterrichts erweitert und würde jedem/ jeder Studierenden empfehlen diese Erfahrungen für sich selbst zu nutzen! (Studierender)

 

„Das Seminar "Lehr-Lern-Forschungslabor: Religionsunterricht konfessionell-kooperativ" ist eines der wenigen Seminare im Lehrerstudium, das einen für die Praxis vorbereitet. Hier konnten wir im WiSe 20/21 aufgrund der Corona-Pandemie, anstelle des Projekttages in der Schule, zwar "nur" eine digitale Unterrichtsstunde vorbereiten und halten. Das war aber auch eine spannende, aktuelle und neue, aber auch herausfordernde Möglichkeit. Die Vor- und Nachteile aus Lehrerseite wurden schnell erkannt. Aber auch die Schülerseite räumte ein, dass ein präsentischer Unterricht mehr vermitteln kann und mehr Spaß macht - wer hätte gedacht, dass Schüler mal die Schule vermissen. Dieses Seminar ist empfehlens- und lobenswert. Die Lehrenden sind stets bemüht, die Lehrerperspektive im Blick zu haben und vermitteln hilfreiche Tipps für den zukünftigen Unterricht. Dieses war mein zweites Seminar bei diesen und bereits das erste hat mir sehr viel Spaß gemacht. Dementsprechend hatte ich einige Hoffnung in das LLF, welche sich alle positiv erfüllt haben. In der Hoffnung, dass die nächsten Studenten dieses Seminars wieder in der Schule vor Ort den Unterricht abhalten können, wünsche ich allen viel Spaß, die dieses Seminar in ihrem Studienplan unterbekommen. Es lohnt sich!“ (Studierende)

 

Durch die Teilnahme am „LLF Religionsunterricht konfessionell-kooperativ" bekam ich zum ersten Mal im Rahmen meines Studiums die Möglichkeit geboten, mit katholischen Studierenden zusammenzuarbeiten. Da der konfessionell-kooperative Unterricht neben der Inklusion und dem Digitalen Lernen zu den aktuellen Megathemen der Religionspädagogik und dem Religionsunterricht zählen, hat diese Thematik mein Interesse in besonderer Weise geweckt. Die Studierenden wurden in verschiedene Kleingruppen geteilt, die aus katholischen sowie evangelischen Studierenden bestanden. In diesen Gruppen wurden konfessionell-kooperative Religionsstunden entworfen, die in einer Gruppe von 5. Klässler*innen am Ende des Seminars gehalten wurde. Durch die Corona-Pandemie wurden die Kleingruppen vor digitale Herausforderungen gestellt, die gut gemeistert werden konnten und unsere Kompetenzen dahingehend stärkten. Die Arbeit in den Kleingruppen bereitete mir sehr viel Spaß und ich möchte die Erfahrung des LLF nicht missen. (Studierende)

 

Ökologisches Lernen im Religionsunterricht (SoSe 20)

„"Ökologisches Lernen ist religiöses Lernen?!" Unter dieser Frage wurde der Projekttag mit den Schüler*innen einer neunten Klasse in einer digitalen und somit unter besonderen Umständen stattfindenden Podiumsdiskussion veranstaltet. Im Kontext der digitalen Lehre stellte dies eine besonders wertvolle Erfahrung dar: Mit Schüler*innen virtuell über ökologische Fragen und eine damit verbundene Schöpfungsverantwortung virtuell zu diskutieren, hat verdeutlicht, dass solche Projektarbeiten auch unter besonderen und erschwerten Bedingungen möglich sind. Der direkte Austausch mit den Jugendlichen wirkte dabei besonders motivierend, da die zuvor konzipierten Unterrichtsmaterialien nicht nur theoretisch erstellt, sondern auch direkt von uns ausprobiert werden konnten, sodass wir Studierende kontinuierlich miterlebt haben, wie unser Projekt allmählich gewachsen ist und sich von einer theoretischen Fundierung zu einer praktischen Umsetzung entwickelt hat. Ich werde all' diese Erfahrungen positiv auf meinem weiteren Weg als angehende Lehrerin mitnehmen und bin vor diesem Hintergrund sehr dankbar, dass ich Teil dieses besonderen Projektes sein durfte, worin die Schüler*innen letztendlich sogar tatsächlich erkannt haben, dass ökologisches Lernen auch religiöses Lernen sein kann und nicht ausschließlich im Sozialkunde-, Erdkunde- oder Biologieunterricht verortet wird.“ (Studierende LLF Kath. Religion)

 

„Im Rahmen des LLF "Ökologisches Lernen im RU" hatte ich die Möglichkeit, eine Podiumsdiskussion digital mit Schüler*innen der 9. Klasse durchzuführen. Allein die Tatsache, dass das Material, das wir in den fünf Neigungsgruppen erstellt haben, wirklich an Schüler*innen getragen wird, war eine große Motivation, die Aufgaben in den Neigungsgruppen ordentlich zu planen. Zusätzlich durfte ich die Moderation in einer digitalen Podiumsdiskussion mit sechs Schüler*innen übernehmen. Dies bot mir viele Lernmöglichkeiten:
- Authentischer Kontext: Es ist etwas anderes, wenn man Material erstellt und weiß, dass es eigentlich vorerst nicht genutzt wird. Aus diesem Grund begrüße ich es sehr, dass es wirklich von Schüler*innen bearbeitet wurde.
- Umsetzung der Theorie in die Praxis: Es war eine gute Möglichkeit, unser Wissen über die Alltagsorientierungen und über das Vorgehen praktisch auszuprobieren. Es hat sich gezeigt, dass die Planung gut durchdacht war und es aus diesem Grund zu einer guten Diskussion kam.
- Nachträgliche Reflexion: Ich finde es außerdem gut, dass wir nun gemeinsam im Seminar die Podiumsdiskussionsausschnitte sichten und gemeinsam auswerten. Diese Art von Reflexion mit aufgenommenem Material von sich selbst gibt es normalerweise nicht oft.
Insgesamt finde ich das LLF sehr unterstützenswert, da es wirklich eine gute Brücke zwischen Theorie und Praxis während der Lehrer*innenausbildung schlägt. Es gibt noch keinen hohen Druck wie im Referendariat und trotzdem erhält man ein ausführliches Feedback.“ (Studierende LLF Kath. Religion)

 

„Die digitale Podiumsdiskussion, die ich im Rahmen meines Theologie-Seminars durchführen durfte, stellte sich schnell als einzigartige Chance heraus, dem Forschungsstand zum Thema "Digitales Unterrichten" neues Wissen zu liefern und gleichzeitig dieses innovative Forschungsfeld durch positive Ergebnisse zu legitimieren. Dadurch, dass mein Versuch der Gestaltung eines ordentlichen durchgeführten digitalen Unterrichts aufgezeichnet wurde, habe nicht nur ich, sondern alle, die Möglichkeit, mein Verhalten auf erfolgreiche und weniger erfolgreiche Faktoren zu untersuchen. Dies ermöglicht nicht nur mein eigenes Wachstum, sondern auch den Wissenszuwachs der Wissenschaft selbst.“ (Studierender LLF Kath. Religion)